Zu viel Feuchtigkeit sorgt für mehr Abgase im Kaminholz

Qualm, Gestank und in Nullkommanix verrußte Kaminofenscheiben müssen nicht sein, denn meist ist daran zu viel Feuchtigkeit im Brennholz schuld. Aber auch auf unsere Gesundheit kann sich das Verbrennen von zu feuchtem Holz auswirken. 

Stiftung Warentest warnt: Zu feuchtes Holz ist ein Gesundheitsrisiko!
Alarmierende Werte liefert ein Versuch von Stiftung Warentest, in dem vergleichsweise Holzscheite mit einem Restfeuchtegehalt von 14% und welche mit einem Restfeuchtegehalt von 25%-30% verbrannt wurden: Durch den höheren Wassergehalt im Holz vervielfachte sich der Staubgehalt im Abgas. Insbesondere der Feinstaubgehalt kann dann bedenklich werden, da Kleinstpartikel in die Lunge vordringen und dabei auch Giftstoffe transportieren können. Hier geht es zum Artikel von Stiftung Warentest.
Durch den hohen Wassergehalt im Holz verschlechtern sich die Verbrennungsprozesse selbst bei den besten Öfen erheblich, und damit auch weitere Abgaswerte. Die Messungen zeigen stark ansteigende Konzentrationen von Kohlenmonoxid sowie Kohlenwasserstoffen, was auf eine unvollständige Verbrennung hindeutet. Diese giftigen Gase können bei der Öffnung des Ofens in den Innenraum gelangen. Auch Geruchsstoffe belasten dabei die Umwelt. 

Ineffizient und illegal: Wer mit feuchtem Holz heizt macht sich
beim
"Geld zum Fenster rauswerfen" strafbar.
Nicht nur der nachbarschaftliche Frieden und die eigene Gesundheit können durch verantwortungsloses Heizen mit zu feuchtem Holz beeinträchtigt werden, auch die Energieausbeute Ihres Ofens wird erheblich beeinträchtigt: Wer mit Holz heizt, das einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt aufweist, dem stehen rund ein Drittel(!) der Energie nicht für die Raumbeheizung zur Verfügung, weil die Energie partiell für das Verdampfen von Wasser verbraucht wird. Zudem macht man sich durch das Verbrennen von zu Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von über 25% aufgrund des Bundesimmisionsschutzgesetzes sogar strafbar. Dabei wäre das unnötige mehrfache Risiko nur zu allzu leicht vermeidbar.

Heizen mit Holz: Eigentlich eine klimafreundliche Angelegenheit
Dabei ist das verantwortungsbewusste Heizen mit Holz sogar sehr klimafreundlich, denn bei der Verbrennung von trockenem Holz entweicht zwar auch Kohlendioxid aus de Schornstein, allerdings nur so viel, wie der Baum in der Wachstumszeit aus der Atmosphäre gebunden hat. Umwelt­schonende Holz­verbrennung ist also möglich: Neben dem Kauf eines guten Ofens ist dabei eine optimale Trock­nung des Brenn­stoffs der Dreh- und Angelpunkt. Frisch geschlagenes und gespaltenes Holz sollte etwa zwei Jahre lang an einem hellen, trockenen, luftigen und Witterungs-geschützten Ort trocknen.

Augen auf beim Brennholz-Kauf:
Wer fertig verarbeitetes Brenn­holz kauft, sollte vom Anbieter eine verbindlich Angabe zur Feuchtig­keit fordern. Empfehlens­wert ist eine Holz­feuchte von etwa 15 Prozent. Vorsicht: Die Aussage des Verkäufers stellt noch keine Garantie dar, und die tatsächlichen Werte können durchaus abweichen. Der Grund hierfür liegt im Messverfahren: Bei der Messung im Labor wird die Holz­probe bei 105 °Celsius getrocknet, um den Gewichts­verlust durch Verduns­tung zu ermitteln. Wenn zum Beispiel von 100 Gramm Holz nach der Trock­nung 80 Gramm übrig bleiben, errechnet sich ein Wasser­gehalt von 20% – bezogen auf das Anfangs­gewicht. Die Holz­feuchte bezieht sich hingegen auf das End-(Trocken-)gewicht: Im Beispiel sind es 25 Prozent (20 Gramm verduns­tetes Wasser auf 80 Gramm getrock­netes Holz).

Garantiert trockenes Holz? Am besten misst an selber nach.
Mit Einstech­mess­geräten lässt sich die Holz­feuchte einfach selbst kontrollieren. Am besten schon direkt beim Kauf oder bei der Lieferung. Wir empfehlen hierfür den robusten, handlichen Burg-Wächter Feuchtemessgerät Dry PS 7400. Der Messbereich für Holz liegt bei 4-60%. Die Messergebnisse (Feuchtigkeitswerte in Prozent, Umgebungsteperatur optional in °C oder °F) lassen sich einfach über ein großes Display ablesen. Mit dem PS7400 lassen sich übrigens auch andere Werkstoffe wie z.B. Beton, Rigips, Papier, Estrich oder Mauerwerk auf ihren Feuchtigkeitsgehalt untersuchen - so wird das Gerät in der nasskalten Jahreszeit zum echten Allrounder!